Bücher-Countdown Nr.1

Manchmal meinen es die eigenen Kinder gut mit einem. Ich hatte das große Glück, dass meine zwölfjährige Tochter sich trotz ihres fortgeschrittenen Alters von mir den neuesten Rico-und-Oskar-Band vorlesen lassen hat. Nach der Lektüre des Buches RICO, OSKAR UND DAS VOM HIMMELHOCH von Andreas Steinhöfel, erschienen im Carlsen Verlag, waren wir in der zufriedensten Weihnachtsstimmung, die man von einem Buch erwarten kann.

Peter Schössow: Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch

Wie immer steht Peter Schössow hinter den Illustrationen von Rico und Oskar

Der unglaubliche 24. Dezember von Rico und Oskar

Die Rico-und-Oskar-Reihe ist ein Stern am Kinderbuchhimmel. Beziehungsweise, eigentlich, am deutschen Literaturhimmel schlechthin. Ursprünglich hatte Andreas Steinhöfel sie in den Jahren zwischen 2008 und 2011 als Trilogie verfasst, doch jetzt ist mit dem vierten Band ein Weihnachtsbuch um die beiden Freunde aus Kreuzberg hinzugekommen: RICO, OSKAR UND DAS VOM HIMMELHOCH. Ein fünfter Band, so ließ es der Carlsen Verlag verlauten, ist geplant.

Mit seinen Geschichten vom tiefbegabten Rico und dessen hochbegabtem Freund Oskar tritt Andreas Steinhöfel unmissverständlich in die Fußstapfen Erich Kästners: Die Romane spielen im Berlin der kleinen Leute, gehen sehr realistisch auf die sozialen Probleme ihrer Zeit ein, erzählen von einer stark an Kästner erinnernden liebevollen und fürsorglichen Mutter-Sohn-Beziehung. Steinhöfel füllt die großen Fußstapfen Kästners aus – weil es ihm gelingt, die humane Grundhaltung, die Liebe zum Jargon, den Sprachwitz und die literarische Qualität Kästners so ins 21. Jahrhundert zu transponieren, dass nichts daran imitiert wirkt. Steinhöfel schreibt ganz gegenwärtige Geschichten mit ihrem eigenen unverwechselbaren Tonfall.

Kinderliteratur vom Besten

Andreas Steinhöfel ist witzig, und er ist ein grandioser Sprachkünstler, dessen Oskar-und Rico-Bücher sich zwar an Leser ab zehn Jahren richten, aber auch für Erwachsene eine Wonne sind. Seine Weihnachtsgeschichte ist so cool, spannend und hinter ihrer Lakonie so tiefgründig wie alles, was man von Rico und Oskar bisher gewohnt war. Nur gibt es statt einer Kriminalgeschichte diesmal eine rasante und überaus einfallsreiche Story, die eine frappierende Brücke schlägt zwischen dem sozialen Elend im heutigen Berlin und der Weihnachtserzählung.

Außerdem geht es um Freundschaft und Familie und um das Zusammenleben im Kiez. Die Jargons unterschiedlicher Gesellschaftsgruppen gehören dabei zu den amüsantesten Details und sorgen für maximale Nähe zum Geschehen.

Ricos und Oskars Weihnachten ist unsentimental und trotzdem voll von großen Gefühlen. Einmal spricht Rico, der tiefbegabte Ich-Erzähler, von einem „goldenen Gefühl“. In diesem Sinne: Frohe Weihnachten!

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