1. STATEN ISLAND FERRY

Der perfekte Einstieg in einen New-York-Aufenthalt: die Staten Island Ferry. Fährt täglich im Abstand von maximal 30 Minuten von der Südspitze Manhattans, vom Terminal Whitehall Street beim Battery Park, nach Staten Island und von dort genauso oft wieder zurück. Während der 25 Minuten auf dem Wasser kommt man nicht nur an der Freiheitsstatue vorbei, sondern hat auch einen großartigen Blick auf die Skyline von Manhattan.

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Und: Die Staten Island Ferry ist kostenlos! Ein echtes Goodie in Anbetracht des üblichen New Yorker Preisniveaus.

2. TENEMENT MUSEUM

hi_res_keiko_2Foto oben: (c) Lower East Side Tenement MuseumP1070755

Lower East Side; Garment District. Früher wurde in der Gegend rund um die Orchard Street genäht. Immigranten aus Europa wohnten in dunklen, engen Mietshäusern – den Tenements – und verdienten sich ihr Geld an der Nähmaschine. Später wurde die Gegend zu einem Stadtteil, in dem man sich nicht besonders sicher fühlte; heute gilt sie als hip. Mittendrin liegt das Tenement Museum. Dort hat man eines der alten Mietshäuser so restauriert, das jede Wohnung das Leben einer der Parteien, die hier im Laufe der Jahrzehnte lebten, so authentisch wie möglich wiedergibt. Entdecken kann man die Wohnungen im Rahmen von Führungen zu unterschiedlichen Themen – zwar auf Englisch, aber trotzdem ist der Ort so eindrucksvoll, dass ein Besuch mit Kindern sich lohnt. Zudem kann man den Text einer jeden Führung auf Deutsch bekommen. Tipp: vorher über die Website eine Tour buchen; kommt man spontan vorbei, sind sie oft ausgebucht.

3. KATZ’S DELICATESSEN

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„Send a salami to your boy in the army“: Als Katz’s Deli diesen Slogan während des Zweiten Weltkriegs ausgab, war das Restaurant bereits mehr als ein halbes Jahrhundert alt. 1888 von jüdischen Einwanderern an der Lower East Side gegründet, ist Katz’s bis heute ein Bewahrer jüdischer Küchentraditionen – und vor allem ein König des Pastrami-Sandwichs mit den typischen Rindfleisch-Scheiben und Pickles. Katz’s ist eine Legende. Am Eingang muss man gewöhnlich Schlange stehen, der Betrieb läuft ruppig, roh und reibungslos, man sitzt in einem riesigen Saal, abgeräumt wird mit unprätentiösen Servierwagen wie im Altenheim. Die Sandwichs sind klasse, das Ambiente unvergesslich.

4. DAS MOMA UND DIE PELZTASSE

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Manchmal ist weniger mehr. Zum Beispiel im Museum, wenn man mit Kindern unterwegs ist. Das New Yorker Museum of Modern Art ist eine gigantische Schatzkiste voller Kunst, und viele der Werke sind auch für Kinder interessant. Man tut allerdings gut daran, vor dem Besuch die Website zu konsultieren und einige Räume oder Kunstwerke auszuwählen; ansonsten verzettelt man sich, verpasst die Highlights, hat meckernde Kinder und schlechte Laune. Was man nicht auslassen sollte, ist Meret Oppenheims „Frühstück im Pelz“, die berühmte surrealistische Pelztasse von 1936. Hat man selbst keinen klaren Plan, helfen übrigens die kostenlosen Familien-Guides des MoMA weiter!

5. 42ND STREET

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Nein, nicht das Musical „42nd Street“, sondern der östliche Teil der echten Straße, vom United-Nations-Gebäude am East River bis zur 5th Avenue. Hier hat man die New Yorker Midtown in ihrer ganzen Pracht. Immer wieder taucht der Turm des Chrysler Building auf; ist man auf der Höhe des Gebäudes, kann man sogar hineingehen und das großartige Art-déco-Intérieur bewundern.
Ein paar Blocks weiter liegt die Grand Central Station, ein Palast von einem Bahnhof mit Shops, Restaurants und einer berühmten Flüstergalerie.

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6. AMERICAN GIRL PLACE

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Tut uns leid, es geht nicht anders. Die Puppenfirma American Girl taucht in diesem Blog des öfteren auf, wenn es um USA-Reisen mit Kindern geht, aber wir sind Hardcore-Fans. Und nicht nur wir: Dass man dem American-Girl-Store auf der 5th Avenue näher kommt, erkennt man an der zunehmenden Dichte glücklicher Mädchen mit roten Tüten. Bei American Girl gibt es alles, was sich eine Puppe nur wünschen kann – vom Haustier übers Cheerleader-Kostüm und einen Frisiersalon mit echtem Personal bis zur Zahnspange. Und natürlich Puppen; Puppen mit allen Haut- und Haarfarben, Jahrespuppen mit eigenem Charakter und eigener Geschichte und historische Puppen zu verschiedenen Themen der amerikanischen Geschichte. Goethe hatte recht: Amerika, du hast es besser!
Hier geht’s zu noch viel mehr American Girl

7. THE STETTHEIMER DOLLHOUSE

6 Thevenaz, PortraitBild oben: (c) Museum of the City of New YorkP1080155b

Schon wieder Puppen! Aber diesmal keine, die nur für Mädchen gedacht sind. Es war eine Erwachsene, Carrie Stettheimer aus der New Yorker High Society, die die Jahre zwischen 1916 und 1944 damit verbrachte, ihr spektakuläres Puppenhaus einzurichten. Carrie Stettheimer unterhielt enge Kontakte zu den Künstlern ihrer Epoche, von denen einige kleine Originale für ihr Puppenhaus malten – darunter sogar Marcel Duchamp. Das Stettheimer Dollhouse ist im Museum of the City of New York zu sehen und ein echtes Kleinod.

8. FROZEN YOGURT

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Ist schon verdammt anstrengend, diese Stadt. Nach ein paar Stunden tun einem die Füße weh, jeden Tag von neuem, und im Sommer wird es extrem heiß. Da hilft am besten Frozen Yogurt – Joghurt in Softeis-Form -, und am liebsten aus einem dieser poppigen Trucks am Straßenrand.

Zu vier Jugendromanen über New York geht’s hier –

und hier zu vier Bilderbüchern über den Big Apple