… und es wäre um die Mitte des 19. Jahrhunderts, dann würden wir uns vielleicht in eleganten Salons unterhalten.

P1080061Metropolitan Museum: Greek Revival Parlor, ca. 1835

Gesellschaftsmaler würden Bilder von uns und unserer Familie anfertigen, auf denen alle luxuriös gekleidet wären. (Wie oben: Mrs. Cornelia Ward Hall and her
Children, 1880 gemalt von Michele Giordigiani, zu sehen im Museum of the City of New York)

Und ins Theater würden wir wohlriechende Pfefferminzbonbons mitnehmen, die man in einer Bonbonniere aus Gold, Platin und Edelsteinen um den Hals trägt.

P1080145Tiffany & Co.: Bonbonniere, ca. 1889; Museum of the City of New York

Aber nur, wenn wir zu der „Gilded Society“ gehören würden, der „vergoldeten“ Oberschicht des New Yorker Bürgertums.

Viel wahrscheinlicher wäre es, dass wir arme Einwanderer aus Deutschland, Osteuropa, Irland, Italien wären, die hart für den Unterhalt ihrer Familien arbeiten müssten. Dann würden wir vermutlich in einem der engen Tenement Buildings an der Lower East Side wohnen.

P1080122Orchard Street

Wir würden mit etwa sechs Personen in einem Bett schlafen und unser Wasser auch bei erstickender Sommerhitze auf heißen Kohleöfen abkochen, um nicht an Bakterien zu erkranken.

PA%209506_4Tenement Museum: Küche der Familie Gumpertz       Foto: (c) Lower East Side Tenement Museum

Heute ist die Lower East Side hip, und wie man früher in New York gelebt hätte, kann man nur noch in Museen sehen. Das lohnt sich!