Salz im Namen, Zucker im Blut? Salzburg hat sich als sahnig-süße Destination mit ein paar coolen Kanten entpuppt. Und über allem schwebt das bezopfte Genie.

1. VORBEISCHAUEN BEIM WUNDERKIND

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Touristenpflicht Nr.1: Mozarts Geburtshaus. Ein altes Gemäuer mit schrägen Stufen, niedrigen Decken, Mozarts Kindergeige und vielen anderen Stücken, Bildern und Informationen zum Leben des Salzburger Musikgenies.

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Auch digital ist Mozart präsent: in Form von Partituren auf Bildschirmen, die genau anzeigen, welcher Takt gerade aus den Lautsprechern klingt.

2. DIE ORIGINALKUGEL PROBIEREN

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Mozarts bezopftes Profil schaut einen in Salzburg aus allen Ecken an. So auch vom klassischsten aller Souvenire der Stadt: der Mozartkugel, und zwar in ihrer Originalversion. Die wurde 1890 vom Konditor Fürst erfunden. Die große, satte, grau-silbern verpackte Fürst-Mozartkugel gibt es nur vor Ort. Und sie schmeckt!

3. DAS PSYCHEDELISCHE GLÜCK FINDEN

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Wenn man ein Kontrastprogramm braucht zum omnipräsenten Mozart, geht man ins Afro Café am westlichen Ende der Getreidegasse. It’s paradise! Ein einzigartiges Café-Konzept, dessen bis in jedes schrille Detail durchgestyltes Design sich vom Township-Stil inspiriert fühlt. Afrikanischer Kaffee und Tee werden als coole Markenprodukte präsentiert. Die Karte ist so einfallsreich wie die Einrichtung, nur etwas weniger schräg. Einen Vorgeschmack aufs Paradies kann man via Online-Shop bekommen.

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4. ZUM POSTKARTENBLICK AUFSTEIGEN

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Mindestens einmal sollte man Salzburg aus der Perspektive des Postkartenfotografen betrachten. Dafür steigt man auf den Mönchsberg und schaut von oben auf die Stadt herunter. Wenn gar nichts mehr geht, funktioniert der Auf- und Abstieg auch per Personenaufzug.

5. MIT ATTITÜDE NASS WERDEN

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Er muss ein ziemlicher Kindskopf gewesen sein, der Fürstbischof Markus Sittikus, der sich das manieristische Schloss Hellbrunn vor den Toren Salzburgs erbauen ließ.

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Und der sich ergötzte an einem Garten voller skurriler Grotten, die ihre Besucher unversehens mit Wasser aus gut versteckten Düsen bespritzen. Genauso wie am Gartentisch mit seinen steinernen Stühlen, die zum angemessenen Zeitpunkt Fontänen in die Luft schossen. Trocken bleibt man bei der anderen großen Attraktion des Schlossparks, die allerdings auch durch Wasserkraft angetrieben wird: dem mechanischen Theater.

6. SCHAUMSCHLÄGEREI VERSPEISEN

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Ein Muss: einmal im Leben Salzburger Nockerln bestellen. Unter dem gebackenen Eischnee, dessen drei Zipfel die drei Hausberge der Stadt darstellen sollen, findet man in der Regel warmes Himberpüree. (Kleiner Tipp: Eine Zwei-Personen-Portion überfordert bereits die reguläre deutsche Kleinfamilie.)

7. MIT DEM ROTEN BULLEN FLIRTEN

P-20140224-00209_HiRes JPEG 24bit RGBFoto: (c) Gerald Rihar, Red Bull Content Pool

Red Bull hat Salzburg, die Heimatstadt seines Gründers, fest im Griff. Wo sonst bekommt man in Cafés Simply Cola, die wie aufgelöstes Colaeis schmeckt und in die Produktfamilie von Red Bull gehört? Und wo sonst steht auf dem Flugplatz ein gläserner Hangar, in dem die Formel-1-Wagen und die Fluggeräte ausgestellt sind, die im Zeichen des roten Bullen unterwegs waren? Hangar-7 heißt diese Anlaufstelle für Kinder, Flugfans, Rennsportfreaks und Menschen, die sich für die Macht der Marken interessieren: eine Verbindung von Museum und Erlebnisgastronomie.

8. GURKEN ZÄHLEN

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Erwin Wurm dürfte der witzigste zeitgenössische Künstler Österreichs sein. Im Rahmen des Kunstprojekts Salzburg, das der Stadt zwölf öffentliche Kunstwerke bescherte, hat Wurm aus dem Furtwänglerpark menschengroße Gurken schießen lassen. Wurm liebt das Gemüse, dessen einzelne Exemplare in so unterschiedlichen Erscheinungsformen daherkommen, und porträtierte sich auch selbst schon als Gurke.