Der Käfer Marvin lebt in der Küche einer wohlhabenden New Yorker Patchwork-Familie. Deren einziges sympathisches Mitglied ist der Junge James, dem von der überdrehten Mutter und dem Stiefvater nur wenig Beachtung zuteil wird.

Ein Käfer, Dürer und das Metropolitan Museum

Das ändert sich, als auf James‘ Schreibtisch plötzlich eine meisterhafte kleine Tuschezeichnung liegt. Ihr Urheber: Marvin, der Käfer, der bei einem Besuch in James‘ Zimmer ganz zufällig auf dessen Zeichenset gestoßen war, wie in Trance zu malen begonnen und sich zu seiner eigenen Überraschung als Meister entpuppt hatte.

James‘ Umgebung glaubt, in dem Jungen ein bisher unerkanntes Talent entdeckt zu haben. Sein leiblicher Vater, selbst Künstler, zeigt ihm im Metropolitan Museum Dürer-Zeichnungen, denen die Skizze des Sohnes nach Expertenmeinung gleichkommt. James schließt unterdessen Freundschaft mit dem genialen Käfer, dessen Talent nur er kennt.

Kriminalfall um verschwundene Meisterwerke

Als das Metropolitan Museum James‘ angebliches Zeichentalent zur Aufdeckung eines Kunstraubes einspannen will, geraten die Dinge ins Rollen. Hinter den Kulissen des Museums geschehen rätselhafte Dinge. James und Marvin versuchen, gestohlene Dürer-Miniaturen wiederzufinden, deren Zauber sie im Laufe der Geschehnisse verfallen sind. Gleichzeitig müssen sie in beider Interesse die Legende vom talentierten Künstlersohn aufrechterhalten.

Elise Broach hat mit MEISTERFÄLSCHER (Fischer Verlag) einen spannenden, sensibel erzählten Kunstkrimi für Kinder mit ungewöhnlichem Setting geschrieben, bei dem nicht nur Kunstinteressierte ab etwa 10 Jahren auf ihre Kosten kommen.

Hier geht es zu einem weiteren Kinderroman, der im Metropolitan Museum spielt: „Die heimlichen Museumsgäste“