Bücher-Countdown Nr.7

Die Lehrer und Studenten des Bauhauses legten nicht nur die Grundlagen für Design und Architektur der Moderne, sondern sie führten auch ein unkonventionelles Leben mit Partys, Kostümfesten und vielen kreativen Hobbys. Davon erzählt WER WOHNT IN WEISSEN WÜRFELN? von Ingolf Kern, Jutta Stein und Kitty Kahane. (Erschienen bei E.A.Seemanns Bilderbande.)

Wild und gleichberechtigt: das Leben am Bauhaus Dessau

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Der Alltag der Bauhäusler war ähnlich kreativ und innovativ wie die Möbel, die Haushaltsgegenstände und die Gebäude, die sie entwarfen. Dokumentiert sind ihre rauschenden und originellen Feste, auf alten Bildern präsentieren sich die Bauhausmeister und ihre Studenten gern als Spaßvögel, außerdem war die Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern für die Bauhäusler selbstverständlich – was höchst revolutionär war, wenn man bedenkt, dass das Bauhaus 1919 gegründet wurde.

Zeitreise zu den Bauhäuslern von damals

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Das Kinderbuch WER WOHNT IN WEISSEN WÜRFELN? unternimmt eine Zeitreise in dieses moderne Leben, das am Bauhaus Dessau praktiziert wurde. Die Geschwister Lotte und Max, Kinder unserer Tage, die schon in dem 2015 erschienenen Bauhaus-Kinderbuch aus dem E.A.Seemanns Verlag eine Hauptrolle spielen, lernen bei einem Aufenthalt am Bauhaus Dessau den Urenkel eines der Bauhäusler kennen. Er besitzt einen Schlüssel, mit Hilfe dessen man aus dem heutigen Museum ins ursprüngliche Bauhaus reisen kann.

Ein Besuch in der frühen Moderne

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Die Kinder schauen die Meisterhäuser und ihre fortschrittlichen Einrichtungen an, treffen mondäne Damen mit eleganten Kleidern und Zigaretten und lernen die halbwüchsigen Söhne von Lyonel Feininger kennen. Beide sind Fotofanatiker – Andreas Feininger soll später ein berühmter Fotograf werden – und zeigen den Kindern ihre Leica und ihre Dunkelkammer.

Feste, Puppen, Kostüme

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Außerdem werden Lotte und Max zu einem der legendären Kostümfeste am Bauhaus eingeladen. Später entdecken sie auf einem Dachboden die Handpuppen von Paul Klee, probieren Oskar Schlemmers Kostüme an und besuchen Wassily Kandinsky in einem modernen weißen Würfelhaus, in dem sie sich über diverse folkloristische russische Einrichtungsgegenstände wundern. Er erklärt ihnen, dass darin „der Geruch der Heimat“ stecke.

Bestechend illustriertes Sittengemälde

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WER WOHNT IN WEISSEN WÜRFELN? gibt ein bestechendes Bild von einer Welt, in der die Damen zwar sehr ordentliche Kleider und die Herren korrekte Anzüge anhatten, die aber getragen war von einer großartigen Aufbruchsstimmung. Die Berlinerin Kitty Kahane mit ihrem coolen, improvisatorischen Strich ist die perfekte Illustratorin für dieses Sittengemälde der Zwanziger, dessen perfekte Leser acht Jahre oder älter sein dürften.

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