Bücher-Countdown Nr. 2

Schlösser sind toll und bevorzugter Stoff für die Phantasie jüngerer Kinder, aber wenn man zusammen mit ihnen ein echtes Schloss ansehen will, ist man manchmal etwas ratlos. Zimmer über Zimmer, jede Menge Pracht, Kostbarkeiten ohne Ende – aber wozu genau waren eigentlich diese Räume da, wie hat man darin gelebt? Das Bilderbuch WILLKOMMEN IM SCHLOSS hilft (Thienemann Verlag) hilft bei solchen Fragen.

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Die Autorin Christa Holtei und der Illustrator Günther Jakobs erzählen einen Tag aus dem Leben der Königskinder Felix und Leonie. Sie bewohnen ein typisches Barockschloss aus der Zeit um 1750 – also aus der Epoche, der die meisten Schlösser in unseren Gegenden entstammen.

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Felix und Leonie sind vermutlich weniger brav, als es echte Königskinder ihrer Zeit waren. Das hat den Vorteil, dass sie mit ihrer Quirligkeit Stoff für eine kleine Story rund um die Vorbereitung eines großen Fests liefern.

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Ständig sind sie unterwegs durch die verschiedenen Räume ihres Schlosses, suchen die Mutter bei der Morgentoilette in ihren Privatgemächern auf, schauen im Audienzsaal vorbei, tummeln sich in der Küche und besorgen Blumen beim Gärtner. Für Kinder im Kindergartenalter wird so ein riesiges Schloss beim Vorlesen und Bilderbetrachten schön anschaulich, zumal kleine Kästchen essentielle, gut verständliche Fakten übers Tun und Treiben in so einem Gebäude liefern.

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Falls erwachsene Vorleser sich bei der Gelegenheit noch profunderen Schlösser-Input wünschen, finden sie den in Eduard von Habsburg-Lothringens Buch WO GRAFEN SCHLAFEN (C.H.Beck) – unterhaltsam und leicht verdaulich.