Rom mit Kindern, Teil 2: Nach den Kaisern kamen die Päpste, und die sind heute noch da. Wenn das anders wäre, würde sich Rom anfühlen wie ein Museum, so aber bleibt es eine Stadt voller Mysterium, in der der Atem der Geschichte einen an jeder Ecke anweht – spürbar für Kinder und Erwachsene. Wobei die Mehrzahl der geschichtsträchtigen Ecken zwischen Mittelalter und Barock von den Päpsten angelegt wurde.

Christliches Rom mit Kindern: PÄPSTE

Vatikan

Hinter der Mauer: der Vatikan

Papst Franziskus lächelt zweidimensional von allen Souvenirständen, aber vom Vatikan nehmen wir nur eine Außenansicht mit. Alles, was jenseits der Türen des Petersdoms liegt, wird geschwänzt: zu lange Schlangen. Doch auch die sind interessant: Menschenmassen mit einer Mischung aus religiösen, kunstgeschichtlichen und touristischen Motivationen, die alle unbedingt in diese eine Kirche wollen.
Unsere katholischen Töchter finden es doof, dass sie nicht in den Kirchenstaat hereinkommen, doch der bleibt dank der pittoresken Schweizergarde hermetisch verschlossen.

Schweizergarde

Bewacht den Vatikan: die Schweizergarde

Christliches Rom mit Kindern

Frankiert im vatikanischen Postamt

Immerhin gibt es das vatikanische Postamt, das eine Interaktion mit dem Kirchenstaat ohne nennenswerte Wartezeiten erlaubt.
Aber für religiöse Angelegenheiten braucht man in Rom sowieso nicht bis in den Vatikan; nichtmal bis in die nächste Kirche.

Trastevere: Marienschrein

Lebendig: der Marienschrein in Trastevere

Am Viale die Trastevere steht zwischen Bushaltestelle und Maschendrahtzaun ein Marienschrein, der mit privaten Dankesbotschaften geschmückt ist und auf dem sich ständig frische Blumen, Kerzen und Nachrichten finden. Dieser Ort beeindruckt uns.

Christliches Rom mit Kindern: MITTELALTER-MOSAIKEN

Mosaiken Gebrüder Cosmas Rom

Es flirrt auf dem Kirchenboden

Inspiration für die nächsten Kästchen-Designs während langer Mathestunden oder einfach nur schön? Die Cosmaten machten, was auch Kinder gerne machen, dies allerdings auf höchstem Niveau: Muster. Spiralige Bodenornamente aus Marmor, leuchtende Säulen und Gebälk-Bordüren aus Gold und Glasfluss – die Mosaik-Künstler hinterließen zwischen dem 12. und dem 14. Jahrhundert jede Menge funkelnder und flirrender Spuren in römischen Kirchen. Cosmaten nannte man die Mosaizisten übrigens, weil erstaunlich viele von ihnen mit dem Namen Cosmas signierten.

Mosaiken Rom

Mosaik mit Pferdchen

San Giovanni in Laterano

San Giovanni in Laterano: Kreuzgang mit Mosaiken

Cosmaten-Mosaiken

Überall bunte Steinchen

In den Kreuzgang der Kirche San Giovanni in Laterano gelangt man über den Innenraum der prächtigen Bischofskirche des Papstes. Durch eine Seitentür betritt man eine Art geheimen Garten voller märchenhafter Cosmaten-Ornamente. Zu Fuß problemlos zu erreichen vom Kolosseum und eine erholsame Oase nach den Menschenmassen.

Santa Maria in Trastevere

Noch mehr Mosaiken: Santa Maria in Trastevere

Wir haben Glück mit den Mosaiken: Auf unserem Weg zum Hotel kommen wir mehrfach an der Kirche Santa Maria in Trastevere vorbei, einer der ältesten Kirchen Roms, die berühmt ist für ihre mittelalterlichen Mosaikbilder. Die allerdings sind nicht ornamental wie die der Cosmaten, sondern zeigen biblische Szenen. Wir lernen: Das ist Rom. Man will nur schnell zum Hotel und stößt unwillkürlich im Vorbeigehen auf große Kunstschätze.

Christliches Rom mit Kindern: BAROCK

Rom mit Kindern: Fontana di Trevi

Rom-Glück an der Fontana di Trevi

Der tollste aller Brunnen und sowieso – nach Meinung unserer jüngeren Tochter – fast das Tollste an ganz Rom: die Fontana di Trevi. Münze in die rechte Hand, über die linke Schulter werfen, und die Sache ist besiegelt: Man wird wiederkommen nach Rom! Vorher muss man sich einen Platz am Rand des Brunnens erkämpfen, der fast schon ein Wasserfall ist, aber ist ja gut, dass es hier so voll ist, denn die Münzen im Brunnen kommen wohltätigen Zwecken zugute.

Hier geht’s zu:

Rom mit Kindern, Teil 1: Antike Highlights

Rom mit Kindern, Teil 3: Highlights aus unserer Zeit