Da denkt man, eine Ausstellung zum Thema Tätowierung in der Kunst ist das perfekte Ziel für einen Museumsbesuch mit Kindern, und dann sagen die Töchter einem: „Da geh ich nicht hin.“ Zu fleischlich, zu finster, irgendwie eklig.

Villa Rot: Fumie Sasabuchi

Playmobil-Tattookunst von Fumie Sasabuchi

Trotzdem lässt sich die Ausstellung „Gestochen scharf“ in der Villa Rot im oberschwäbischen Burgrieden (bis zum 28. Juli 2013) für einen Familienausflug empfehlen. Neben Donata, dem (unter Narkose!) tätowierten Schwein des belgischen Künstlers Wim Delvoye (auf dem Bild ganz oben), und Playmobil-Kokeshis mit martialischen Drachen-Tattoos gibt es Exponate zur Geschichte der Tätowierung in unterschiedlichen Kulturen, klassische Herz- und Ankermotive, Extrem-Tattoos und einiges, was beim Zuschauen etwas heftiger unter die Haut geht. Hinterher hat auch der Szenen-Outsider ein paar neue Ideen zu den Themen Sentiment und Identität im Kopf.

Darüber hinaus lohnt sich ein Besuch in der Villa Rot sowieso immer – Kuchen inbegriffen.