Wenn die Verfasserin dieses Blogs einer geregelten Arbeit nachgeht, schreibt sie oft Artikel über Uhren. Nicht gerade ein Thema, das Kinder hinter dem Ofen hervorlockt. Trotzdem bekommen sie einiges mit.

Zum Beispiel, dass kleine Zahnräder komplexe mechanische Funktionen ausführen können. Dass man sie mit der Hand zusammenbaut, und zwar schon seit Jahrhunderten; ganz ohne Elektronik.

Ausstellung Patek Philippe: Uhrmacher

Der Uhrmacher bei der Arbeit

Hingabe an die Handwerkskunst

Die Kinder bekommen mit, dass Menschen mit Hingabe tagelang an der Verzierung eines kleinen Zifferblatts arbeiten. Und natürlich auch, dass kostbare Uhren ein Luxus sind, den sich nur einige leisten können. Aber immerhin eine Art sauberer Luxus, der sich in Sachen Umweltbelastung und Ausbeutung weniger vorzuwerfen hat als viele andere Konsumgüter. Der dafür aber viel über Traditionen, kulturelle Werte und Geschmäcker erzählt.

Emailfarben

Eine Palette leuchtender Emailfarben, mit denen Zifferblätter verziert werden

Die Ausstellung „Kunstwerk Uhr“ von Patek Philippe

Deshalb kommen die Kinder mit zur Ausstellung „Kunstwerk Uhr“, die vom 17. bis zum 27. Oktober 2013 in der Münchner Hypo-Kunsthalle läuft. Hinter der Ausstellung steckt die Genfer Uhrenmanufaktur Patek Philippe, eine der bedeutendsten, für viele die größte ihrer Art. Uhrmacher und Kunsthandwerker zeigen in München live, wie sie Uhren bauen und dekorieren. Anhand von Stücken aus dem Firmenmuseum kann man sehen, was für Uhren die Menschen früherer Jahrhunderte trugen, und damit die Atmosphäre stimmt, wird die Hypo-Kunsthalle im Stil der Genfer Residenz von Patek Philippe gestylt.

Ausstellung_Salon Napoléon

In der Münchner Ausstellung fühlt man sich wie bei Patek Philippe am Genfer See

1., 2. und 4. Foto von oben: Patek Philippe