Was macht glücklich auf Reisen?, fragt die Reisemeisterei in ihrer Blogparade. Darauf könnte man 7000 Antworten geben. Eine persönliche hier.

Manchmal geraten wir auf Reisen gemeinsam in den Flow, zwei Kinder und zwei Eltern. Entdecken etwas, was uns allen gefällt, uns alle neugierig macht und in Atem hält.

Das kann der Garten eines schwedischen Ferienhauses sein. Oder ein isländischer Strand mit schwarzem Sand, an dem man immer weiterlaufen muss, den man anfassen, mit dem man bauen muss, bei dem man nicht satt wird vom Farbkontrast zwischen nassem und trockenem Zustand.

Und da wir Leute sind, die auf Reisen viele kulturelle Dinge unternehmen, erleben wir diesen Flow nicht selten in Museen oder besonderen Bauwerken. Zum letzten Mal in Rom, im MAXXI. Das Museum für die Kunst des 21. Jahrhunderts, erbaut von Stararchitektin Zaha Hadid, ist an sich schon ein spektakuläres Ding, dessen Optik und Raumgefühl fesseln.

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Am grandiosesten finden wir aber die Architektur-Installation des niederländischen UNStudio, die bis zum 4. Mai im MAXXI zu sehen ist. Und nicht nur zu sehen. Statt einer herkömmlichen Ausstellung haben die Architekten, auf die solche Bauten wie das Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart zurückgehen, ein Wunderwerk von Perspektiven geschaffen, die den Eindruck von realer räumlicher Weite erwecken. Statt in der Ecke eines Museums wähnt man sich plötzlich in großen Sälen, kleinen Räumen oder auf schrägen Ebenen. Man muss von einem Ende zum anderen laufen, den Effekt dieser Installation in jedem Detail selbst ausprobieren, Fotos machen. Kurz: Man gerät in den Flow.

Natürlich kann man so etwas auch zu Hause haben. Schließlich gibt’s auch da jede Menge Neues, Fesselndes, Erstaunliches. Aber auf Reisen ist man prädisponiert dafür, losgelöst vom Alltäglichen, im Entdecker-Modus. Und der ist ein guter Ausgangspunkt für beglückende Flow-Erlebnisse.

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