Was für ein Buch! In ANNA, FELIX, DAS HAUS UND DIE ENERGIE (aus dem Detail Verlag) erklärt Andreas Ernstberger auf einer Handvoll knapp betexteter, klug illustrierter Seiten die Herkunft und Verknappung der fossilen Brennstoffe, den CO2-Kreislauf, den Treibhauseffekt und die Möglichkeiten, die in einer grünen Architektur liegen.

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„Und schreib auch, dass es nicht so ein langweiliges Wissensbuch ist“, sagt meine zehnjährige Tochter. Nein, das ist es nicht. Was zu erklären ist, wird mit wenigen und einfachen Worten erklärt; den größten Raum nehmen Illustrationen ein, die den Text durch viele Details ergänzen und deren Stil die Balance zwischen cool und süß hält.

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Dabei geht es um sehr komplexe Fragen: Was sind fossile Brennstoffe, und warum drohen die Ressourcen davon knapp zu werden? Wie funktioniert der CO2-Kreislauf, und warum entsteht durch unsere Eingriffe ein Treibhauseffekt? Es geht ums Energiesparen im täglichen Leben und schließlich um die Möglichkeiten, energiebewusst zu bauen – immerhin ist ANNA, FELIX, DAS HAUS UND DIE ENERGIE ein Buch über Architektur. Aber eins, das Architektur in einem größeren ökologischen Zusammenhang sieht und damit einen Themenbereich aufgreift, der viele Kinder beschäftigt und der für sie mehr als für ihre Eltern zum Basisgerüst ihres Weltverständnisses gehört.

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Wenn Anna und Felix zusammen mit ihrem Hund schließlich in einem Niedrigenergiehaus landen, das sie zusammen mit einem Architekten geplant haben, dann ist das ein echtes Happy End, das für Kinder des 21. Jahrhunderts unmittelbar einleuchtend und höchst erfreulich ist.

ANNA, FELIX, DAS HAUS UND DIE ENERGIE ist ein Architekturbuch, das man jeder Familie mit Kindern ab etwas zehn Jahren ans Herz legen kann – ob architekturinteressiert oder nicht. (Übrigens haben bei uns auch die Erwachsenen bei der Lektüre etwas gelernt.)