Eigentlich nur mal hineingeschnuppert in die Ausstellung „Bilder der Mode“, zusammen mit dem neunjährigen Kind, weil wir sowieso gerade im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe waren. Nicht damit gerechnet, dass wir dermaßen hängenbleiben und beide so begeistert sein würden.

SixtiesbearbDieses Bild und das ganz oben stammen aus dem Jahr 1967 und sind von Antonio

Der Wow-Faktor der Schau mit Modezeichnungen aus den letzten hundert Jahre ist doppelt. Zum einen finden wir natürlich: Wow, wie schick, wie stylish, wie elegant. Und zum anderen: Wow, wie ist es nur möglich, mit ein paar Strichen eine solche Ausstrahlung von Schick, Stil, Eleganz hinzubekommen? Mit einer schemenhaften Silhouette das Flair einer ganzen Modeepoche darzustellen? Eine Stilrichtung mit ein paar Strichen einzufangen?

MusterbearbVon André Édouard Marty, 1922

Coole Motive zum einen, beeindruckende Techniken zum anderen: eine ideale Kombination, um Kunst zusammen mit Kindern genießen zu können. Denn je jünger sie sind, desto stärker sehen sie die Dinge aus der Hobbykünstler-Perspektive. Die bleibt ihnen in gewissem Maße bis zum Ende der Schulzeit und damit bis zum Ende des Kunstunterrichts erhalten – und führt natürlich dazu, dass die Frage „Wie hat er – oder sie – das hinbekommen?“ sehr interessant ist. Während unsereins mit der distanzierten Bewunderung des totalen Laien durch die Ausstellungssäle wandert.

P1010655Von Georges Lepape

Bis zum 3. Mai ist „Bilder der Mode“ noch im Museum für Kunst und Gewerbe zu sehen.

Bild ganz oben: (c) Courtesy of Estate of Antonio Lopez and Juan Ramoz and Galerie Bartsch & Chariau