Wer bis zum 22. Juli 2013 mit seinen Kindern nach Paris kommt, der gehe in „Dynamo“ im Grand Palais. Wer nie vorhatte, mit seinen Kindern eine Kunstausstellung zu besuchen, der gehe erst recht. Hier langweilt sich keiner.

"Dynamo", Grand Palais

Yaacov Agam

Mirror installation by Yayoi Kusama

Yayoi Kusama

Richard Anusczkiewicz, Paris, exposition Dynamo

Richard Anuszkiewicz

Light installation by artist Dan Flavin

Dan Flavin

Farbige Licht-Raum-Installation von Carlos Cruz-Diez

Carlos Cruz-Diez

Feliche Varini at Grand Palais, Paris

Felice Varini

Xavier Veilhan, Paris, exposition "Dynamo"

Xavier Veilhan

Für „Dynamo“ hat der Grand Palais eine beeindruckende Menge von Kunstwerken zusammengestellt, bei denen es um Licht und Bewegung geht. In einem schwindelerregenden Parcours über zwei Etagen flimmert es, leuchtet, reflektiert, blendet und dreht sich. Man kneift die Augen zusammen, ist am Anfang ziemlich benommen, verliert die Orientierung in Spiegellabyrinthen, läuft durch dichte Farbnebel und sieht nichts – außer Rot, Gelb, Blau. „Immersion“ heißt das Stichwort dieser Ausstellung: Besucher stehen nicht einfach vor dem Kunstwerk, sondern spiegeln sich in ausgefeilten Konstruktionen, verlieren sich in Op-Art-Spiralen, treten in dunkle Räume mit Neon-Gebilden und laufen durch sinnenverwirrende Rauminstallationen.

Die Elektrifizierung der Kunst erstreckt sich bei „Dynamo“ nicht nur auf die gezeigten Arbeiten, sondern auch auf die Aufforderungen an die Besucher: Man möge gerne fotografieren, heißt es zu Beginn der Ausstellung, und seine Bilder auf Facebook posten. Mit dem Handy lassen sich bei einigen Kunstwerken Signale scannen, die vertiefte Informationen geben. In „Dynamo“ sieht man denn auch jede Menge junger Besucher.

(Lichtkunst auf dem Bild ganz oben: Ann Veronica Janssens)