So einen Ort gibt es nur im Keller des Hamburger Museums für Kunst und Gewerbe. Er heißt Hubertus Wald Kinderreich oder auch Garten der Dinge. Und genau das ist er: eine fantasievolle kleine Landschaft, in der Dinge die Hauptrolle spielen – und zwar so, dass man sich ständig über sie wundert, mit ihnen spielt, herumexperimentiert, Quatsch macht. Wobei man sich ganz automatisch mit der Frage beschäftigt, warum sie eigentlich so aussehen, wie sie aussehen – und prompt beim Thema Design ist.

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Wenn die Kaffeetafel an der Decke hängt und Tische Oberhemden tragen, ist das auf jeden Fall schonmal ein guter Anfang für einen Besuch in einer Welt, in der die Dinge ihre Selbstverständlichkeit verlieren.

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Noch besser ist es allerdings, wenn man mit diesen Dingen auch selbst kreativ sein kann, und das kann man im Hubertus Wald Kinderreich. Indem man zum Beispiel Schattentheater macht, Vogelscheuchen dekoriert, sich in eigenartige Kostüme hüllt und sich fotografieren lässt: von oben, in seltsamen Posen, auf verschiedenen Untergründen, mit den eigenwilligsten Gegenständen. Sodass man entweder einfach nur verrückt aussieht oder sogar so wirkt, als sei man beschäftigt vor einer realen Kulisse, die mit dem Museum gar nichts zu tun hat.

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Höchst beliebt ist es an diesem Ort, mit kleinen Spielfiguren an einem Computertisch eigene Filmchen zu drehen: Man bewegt die Figuren, während eine Kamera in schneller Folge Fotos macht, und kann danach seinen eigenen Film anschauen.

Für Kinder von fünf bis zwölf ist das Kinderreich gedacht. An den Wochenenden und in den Hamburger Schulferien ist es geöffnet; wer hinwill, sollte sich am besten über die Website informieren.

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